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Vita

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David Ortmann, Jahrgang 1986, entwickelt als Regisseur, neben der klassischen Inszenierungsarbeit, regelmäßig neue Theaterformate. Ab der Spielzeit 2017/18 ist er fester Hausregisseur und Mitglied der Künstlerischen Leitung Schauspiel am Theater Augsburg.
Der Sohn zweier Schauspieler erhielt am Sprachenzweig der Landesschule Pforta eine humanistische Ausbildung, bevor er am Nordharzer Städtebundtheater Halberstadt/Quedlinburg und später am Anhaltischen Theater Dessau als Regieassistent angestellt war. Hier arbeitete und lernte er u.a. bei den Regisseuren Wolfgang Maria Bauer, André Bücker, Lukas Langhoff, Andrea Moses und Armin Petras. Als Regisseur hat er seit 2007 über dreißig Stücke inszeniert, darunter am Anhaltischen Theater Dessau, dem Nordharzer Städtebundtheater, den Bühnen Halle, der Bühne Wittenberg, am Theater Wismar, beim Aequinox-Festival Neuruppin und in freien Produktionen. Im November 2014 debütierte er auf der Großen Bühne des Anhaltischen Theaters. Seine Inszenierungen wurden auf Gastspielen u.a. in Leipzig und Brüssel gezeigt.

Schwerpunkte.

Schwerpunkte seiner Regiearbeit sind zum einen DDR-Stoffe [z.B. das Triptychon »Das Leben der Anderen« 2010/11, »Ein irrer Duft von frischem Heu« 2012/13, »Vor den Vätern sterben die Söhne« 2013/14], zum anderen hintersinnige bis derbe Komödien sowie Film- und Romanadaptionen. Neben dieser klassischen Regiearbeit entwickelt David Ortmann regelmäßig ungewöhnliche Theaterformate, darunter Projekte im Stadtraum (Theater-»Tatort«), mit Zuschauerbeteiligung (»Wunschfilm«) und Alltagsexperten (»Der Staatsanwalt hat das Wort«). Mit der renommierten Lautten Compagney Berlin verbindet ihn eine lange Zusammenarbeit, außerdem entstanden Crossover- und Vermittlungskonzerte mit der Staatskapelle Halle.

Leitungserfahrung.

Von 2013 bis 2015 leitete er, gemeinsam mit der Dramaturgin Sabeth Braun, das Alte Theater Dessau als Spielstätte des Anhaltischen Theaters. In ihrer ersten Spielzeit entstanden statt der üblichen drei Premieren insgesamt siebzehn Schauspiel-Inszenierungen, junge Regisseure prägten das Haus und gewannen ein neues und heterogenes Publikum. Beim Festival junger Künstler Bayreuth war er im Jahr 2016, ebenfalls mit Sabeth Braun, für die Abteilung »Dramaturgie & Presse« verantwortlich und wird diese Aufgabe auch 2017 wieder übernehmen. Im Sommer 2017 beginnt seine leitende Tätigkeit am Theater Augsburg.

… und mehr.

Zudem arbeitet David Ortmann als Fotograf [zum Beispiel für das »Années de Pèlerinage«-Album der Pianistin Ragna Schirmer und das IMPULS-Festival für neue Musik] und Videokünstler [einer seiner Theatertrailer wurde 2017 von der Zeitschrift »Die Deutsche Bühne« zum Trailer des Monats gekürt], außerdem übersetzt er Stücke und Texte [Deutsche Erstaufführung von Wynton Marsalis’ »Geschichte von der Geigerin«]. Für seine theaterpädagogische Arbeit in Halle erhielt er den Förderpreis des 15. Jugend-Kultur-Preises.

Aktuelles.

Seit dem Sommer 2015 arbeitet David Ortmann als freischaffender Regisseur. In der aktuellen Spielzeit 2016/17 erarbeitete er unter anderem den »Tatort Neckartal« im Auftrag der Metropolregion Rhein-Neckar, die Inszenierung »Die Hoffnung stirbt zuletzt« bei der Triennale der Moderne und die szenisch-musikalische Lesung »Was ihr wollt« beim Weimarer Güldenen Herbst und dem Aequinox-Festival Neuruppin. Ferner stehen das Theaterprojekt »FluchtWege« am Anhaltischen Theater sowie erneut die Leitung der Abteilung »Dramaturgie & Presse« beim Festival junger Künstler Bayreuth an, bevor im September 2017 die Arbeit in Augsburg beginnt.

David Ortmann ist Vater einer Tochter und lebt mit seiner Familie momentan noch in Leipzig.